Was Sie schon heute tun können
Sie müssen nicht auf den Termin warten. Diese zwölf Maßnahmen helfen sofort. Manche kosten nichts, andere ein paar Euro aus dem Baumarkt.
Zwölf Maßnahmen
Was passt zu Ihnen?
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Heizkörper entlüften
Wenn ein Heizkörper oben kalt bleibt und gluckert, ist Luft darin. Die Luft verdrängt das warme Wasser, der Heizkörper arbeitet nur noch halb.
So geht es: Drehen Sie das kleine Ventil an der Seite mit einem Vierkantschlüssel auf, bis Wasser statt Luft kommt. Einen Becher darunterhalten, danach das Ventil wieder schließen. Schauen Sie anschließend auf das Druckmanometer am Kessel: Fällt der Druck unter den Wert, den die Anleitung Ihrer Anlage nennt, muss Wasser nachgefüllt werden.
Gut zu wissen: Der Schlüssel kostet im Baumarkt wenige Euro und liegt oft schon in der Werkzeugkiste. Das Nachfüllen selbst ist kein Selbstläufer: Für viele Anlagen ist aufbereitetes Wasser vorgeschrieben, und ein falscher Druck schadet. Halten Sie sich an die Anleitung Ihrer Anlage oder lassen Sie nachfüllen. Muss häufiger nachgefüllt werden, steckt meist ein Leck dahinter, das gehört in Fachhände.
Machen Sie selbst Kostet nichts
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Thermostate richtig einstellen
Stufe 3 sind ungefähr 20 Grad. Höher drehen macht den Raum nicht schneller warm, es macht ihn nur wärmer als nötig.
So geht es: Stellen Sie jeden Raum bewusst ein: Wohnräume auf 3, Schlafzimmer eher auf 2, Flur und wenig genutzte Räume niedriger. Türen zwischen unterschiedlich warmen Räumen geschlossen halten.
Gut zu wissen: Ein Grad weniger Raumtemperatur senkt die Heizkosten spürbar, als Faustregel um etwa sechs Prozent.
Machen Sie selbst Kostet nichts
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Heizungsrohre im Keller dämmen
Blanke Rohre im kalten Keller geben Wärme an einen Raum ab, den niemand heizen will.
So geht es: Dämmschläuche aus dem Baumarkt sind längs geschlitzt: aufklappen, um das Rohr legen, Stöße mit Klebeband schließen. Bögen lassen sich mit eingeschnittenen Stücken sauber einpacken.
Gut zu wissen: Achten Sie auf die passende Größe: Die Dämmung soll das Rohr ganz umschließen, nicht klaffen.
Selbst oder Fachbetrieb Wenige Euro
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Türen und Fenster abdichten
Wo es zieht, geht warme Luft raus und kalte rein. Das spürt man am Handrücken entlang der Rahmen.
So geht es: Selbstklebende Dichtbänder in die Rahmenfalz kleben, alte verhärtete Dichtungen vorher abziehen. Unter die Haustür eine Bürstendichtung schrauben oder einen Zugluftstopper legen.
Gut zu wissen: So finden Sie die undichte Stelle: Fahren Sie mit dem Handrücken langsam am geschlossenen Rahmen entlang, dort spüren Sie den Zug am deutlichsten. Noch feiner zeigt es ein Streifen dünnes Papier, der sich bewegt. Bitte keine Kerze und kein Feuerzeug, offene Flammen neben Vorhängen sind ein unnötiges Risiko.
Machen Sie selbst Wenige Euro
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Rollläden und Vorhänge nutzen
Nachts verliert ein Fenster deutlich mehr Wärme als eine Wand. Rollläden und Vorhänge bremsen das.
So geht es: Abends die Rollläden herunterlassen, tagsüber die Sonne hereinlassen. Vorhänge sollten nicht über dem Heizkörper hängen, sonst heizen Sie hinter den Stoff.
Gut zu wissen: Auch dicke Vorhänge vor selten genutzten Fenstern und ein Vorhang vor der Haustür helfen.
Machen Sie selbst Kostet nichts
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Die Dachbodenluke dämmen
Über einer ungedämmten Bodentreppe steigt die warme Luft direkt in den kalten Dachboden.
So geht es: Fertige Dämmhauben werden über die zusammengeklappte Treppe gestülpt. Wer geschickt ist, baut aus Dämmplatten eine Kiste mit Deckel. Zusätzlich die Luke mit Dichtband abdichten.
Gut zu wissen: Erst abdichten, dann dämmen: Die Luftdichtheit bringt oft mehr als die Dämmschicht selbst.
Selbst oder Fachbetrieb Wenige Euro
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Die oberste Geschossdecke dämmen
Wenn der Dachboden nicht bewohnt ist, muss nicht das ganze Dach gedämmt werden, nur der Boden dazwischen. Das ist die günstigste größere Maßnahme am ganzen Haus.
So geht es: Dämmplatten oder Dämmmatten werden auf der Decke ausgelegt, bei Bedarf mit begehbaren Platten darüber. Wichtig ist eine ausreichende Dicke und eine saubere, lückenlose Verlegung.
Gut zu wissen: Lassen Sie sich vorher beraten: Je nach Aufbau der Decke gehört eine Dampfbremse dazu, sonst droht Feuchtigkeit.
Selbst oder Fachbetrieb Größere Ausgabe
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Die Heizung einstellen lassen
Heizkurve, Vorlauftemperatur und Absenkzeiten sind bei vielen Anlagen ab Werk zu hoch eingestellt. Die Heizung arbeitet dann mehr, als das Haus braucht.
So geht es: Eine Fachfirma passt die Regelung an Ihr Haus an: flachere Heizkurve, niedrigere Vorlauftemperatur, Absenkung in der Nacht und bei Abwesenheit, Warmwasserzeiten passend zum Alltag.
Gut zu wissen: Nach der Umstellung ein paar Tage beobachten: Werden alle Räume noch warm genug, war noch Luft nach unten.
Fachbetrieb Wenige Euro
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Hydraulischen Abgleich machen lassen
Ohne Abgleich bekommen die Heizkörper nahe an der Pumpe zu viel warmes Wasser und die entfernten zu wenig. Ergebnis: einzelne Räume bleiben kalt, die Vorlauftemperatur wird unnötig hochgedreht.
So geht es: Die Fachfirma berechnet für jeden Heizkörper die richtige Wassermenge und stellt die Ventile entsprechend ein. Danach verteilt sich die Wärme gleichmäßig durchs Haus.
Gut zu wissen: Der Abgleich ist außerdem die Voraussetzung dafür, dass eine spätere Wärmepumpe effizient läuft, und wird oft gefördert.
Fachbetrieb Größere Ausgabe
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Alte Heizungspumpe tauschen
Pumpen aus den Neunzigerjahren laufen dauerhaft auf voller Leistung, ob das Haus die Wärme gerade braucht oder nicht.
So geht es: Eine geregelte Hocheffizienzpumpe passt ihre Leistung automatisch an und braucht nur einen Bruchteil des Stroms. Der Tausch ist für eine Fachfirma Routine und schnell erledigt.
Gut zu wissen: Ein Blick aufs Typenschild der alten Pumpe verrät die Aufnahmeleistung. Dreistellige Wattzahlen sind ein deutliches Zeichen.
Fachbetrieb Größere Ausgabe
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Sparduschkopf einbauen
Warmes Wasser ist nach der Heizung der zweitgrößte Energieposten im Haushalt, und das ganze Jahr über.
So geht es: Ein Sparduschkopf mischt Luft ins Wasser und halbiert etwa den Durchfluss, ohne dass sich das Duschen schlechter anfühlt. Einfach vom alten Kopf abschrauben, neuen aufschrauben, Dichtung nicht vergessen.
Gut zu wissen: Auch Strahlregler für die Wasserhähne kosten nur ein paar Euro und sind in einer Minute montiert.
Machen Sie selbst Wenige Euro
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Warmwasser-Zirkulation zeitlich steuern
In vielen Häusern pumpt eine Zirkulationspumpe rund um die Uhr warmes Wasser im Kreis, auch nachts, wenn niemand duscht.
So geht es: Eine Zeitschaltung begrenzt die Zirkulation auf die Stunden, in denen wirklich warmes Wasser gebraucht wird. Manche Regelungen können das schon, dann ist es nur eine Einstellung. Sonst hilft eine Fachfirma mit einer Schaltuhr.
Gut zu wissen: Vorsicht bei zentralen Trinkwasserspeichern: Die Hygieneregeln für Warmwasser müssen eingehalten bleiben. Im Zweifel die Fachfirma fragen.
Selbst oder Fachbetrieb Wenige Euro
Nachschlagen im Dämmatlas
Bei den zwölf Maßnahmen oben sagt jede Karte dazu, ob Sie sie selbst erledigen können oder ob ein Fachbetrieb ranmuss. Beim Dämmen kommt etwas hinzu: Dort hängt das richtige Verfahren am Aufbau des Bauteils, und der ist von außen selten zu erkennen. Wer das nachlesen möchte, findet im Dämmatlas ein kostenloses Nachschlagewerk, hier in der Ausgabe der Verbraucherzentrale Energieberatung. Die Verfahren sind dort mit einer Prinzipskizze und einer Beschreibung erklärt, viele zusätzlich mit Fotos. Erstellt und betrieben wird der Dämmatlas vom IPEG-Institut, das seinen Sitz in Paderborn hat.
- Alle Dämmverfahren (öffnet den Dämmatlas, eine fremde Website)
- 63 Verfahren vom Dach bis zur Kellerdecke, nach Bauteil filterbar.
- Die Dämmstoffe (öffnet den Dämmatlas, eine fremde Website)
- 32 Materialien mit ihren Eigenschaften. Der Dämmatlas beschreibt sie als herstellerunabhängig und produktneutral.
- Richtig dämmen (öffnet den Dämmatlas, eine fremde Website)
- Die Grundlagen, wenn Sie erst einmal verstehen wollen, worum es geht.
Zwei kalte Stellen, die oben fehlen
Beide finden sich in vielen älteren Häusern, und für beide steht im Dämmatlas eine Anleitung zum Selbermachen.
- Die Nische hinter dem Heizkörper (öffnet den Dämmatlas, eine fremde Website)
- Dort ist die Außenwand oft dünner als daneben, die Wärme geht direkt nach draußen.
- Der Rollladenkasten (öffnet den Dämmatlas, eine fremde Website)
- Zum Zimmer hin oft nur eine dünne Klappe, dahinter steht die kalte Luft.
Der Dämmatlas ist kostenlos und verlangt keine Anmeldung. Er gehört nicht zu dieser Kampagne: Wir haben ihn nicht erstellt und keinen Einfluss darauf, was dort steht. Eines sagen wir Ihnen dazu, damit Sie es einordnen können: Für Förderkonditionen verweist der Dämmatlas seinerseits auf die Website von WERK.E. Über Ihr konkretes Haus steht dort nichts. Was bei Ihnen zuerst drankommt, klären wir im Termin.
So sieht das aus



Die Reihenfolge entscheidet
Der häufigste teure Fehler: zuerst eine neue Heizung oder eine Photovoltaikanlage, danach erst über die Dämmung nachdenken. Dann ist die neue Heizung zu groß gekauft und passt nicht mehr zum Haus.
Sinnvoll ist die andere Reihenfolge: erst den Bedarf senken, dann die Technik passend auswählen. Genau dafür ist der Beratungstermin da. Im Bericht steht Ihre persönliche Reihenfolge, nach dem Grundsatz: die schlechteste Stelle zuerst.
Vorsicht bei diesen Ratschlägen
- Heizung nachts ganz ausschalten. Bei Wärmepumpen und gut gedämmten Häusern bringt das nichts und kann sogar mehr kosten. Eine leichte Absenkung reicht.
- Möbel und Vorhänge vor den Heizkörper. Die Wärme kommt dann nicht in den Raum.
- Dauerhaft gekipptes Fenster. Die Wände kühlen aus, die Luft wird trotzdem nicht richtig getauscht. Besser mehrmals täglich für ein paar Minuten weit öffnen.
- Warmwasserspeicher einfach herunterdrehen. Bei zentralen Trinkwasserspeichern gelten Hygieneregeln gegen Legionellen. Sparen Sie hier nicht auf eigene Faust, sondern mit fachlichem Rat.
- Innendämmung einfach selbst anbringen. Wenn dabei etwas falsch läuft, entsteht Schimmel. Lassen Sie das vorher prüfen.
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