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Energiesparen leicht gemacht Eine Kampagne der Stadt Paderborn Zur Startseite der Kampagne Stadt Paderborn, Paderborn überzeugt. Zur Kampagnenseite der Stadt Paderborn (öffnet paderborn.de)

Runde 1 hat gewirkt. Wir haben es nachrechnen lassen.

500 Beratungen, eine wissenschaftliche Auswertung an der Universität Paderborn und eine Nachbefragung der Haushalte: Hier stehen die Ergebnisse der ersten Runde.

Die erste Runde in Zahlen

500kostenlose Beratungen in Paderborner Haushalten, von März 2023 an

bis zu 325.000Kilowattstunden Energieeinsparung pro Jahr, rechnerisch ermittelt in der Masterarbeit

bis zu 71 tCO₂ weniger pro Jahr durch umgesetzte und fest geplante Maßnahmen

Die erste Runde von „Energiesparen leicht gemacht" lief als Teil des Klima-Aktionsplans der Stadt Paderborn. Erfahrene Energieberaterinnen und Energieberater besuchten 500 Haushalte, vom Dachboden bis in den Heizungskeller. Was das gebracht hat, wurde nicht einfach behauptet, sondern in einer Masterarbeit am Fachgebiet Elektrische Energietechnik der Universität Paderborn nach wissenschaftlicher Methodik nachgerechnet. Die Arbeit ist eine studentische Abschlussarbeit, keine Prüfung oder Bewertung der Kampagne durch die Universität. Die Ergebnisse stehen auf dieser Seite.

Ausgewertet in einer Masterarbeit an der Universität Paderborn

Wie viel die Kampagne gebracht hat, wurde nicht von uns selbst geschätzt. Die Auswertung entstand in einer Masterarbeit am Fachgebiet Elektrische Energietechnik der Universität Paderborn. Dafür wurden die 500 Beratungen analysiert und die Haushalte telefonisch nachbefragt. Die Ergebnisse sind in den Abschlussbericht der Kampagne eingeflossen und wurden am 27. August 2025 in öffentlicher Sitzung im Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität der Stadt Paderborn vorgestellt. Die Präsentation von damals ist frei abrufbar, sie ist unten unter Quellen verlinkt.

Gerechnet wurde bewusst auf zwei unabhängigen Wegen, einmal vorsichtig per mathematischer Hochrechnung und einmal mit einem statistischen Verfahren. Je nach Rechenweg ergeben sich rund 291.000 bis 325.000 Kilowattstunden Energieeinsparung und rund 62 bis 71 Tonnen CO₂ pro Jahr. Wir nennen auf dieser Seite die Spanne, nicht eine einzelne Zahl, weil beide Wege ihre Berechtigung haben.

Zur Einordnung: 300.000 Kilowattstunden im Jahr entsprechen rechnerisch dem Jahresverbrauch von etwa 15 durchschnittlichen Einfamilienhäusern mit Gasheizung, wenn man je Haus 20.000 Kilowattstunden ansetzt. Und das Jahr für Jahr, denn eine gedämmte Decke spart nicht einmal, sondern dauerhaft.

Was das für die Einordnung heißt: Die Zahlen beruhen auf einer Nachbefragung, an der nicht alle beratenen Haushalte teilgenommen haben. Sie sind deshalb bewusst vorsichtig gerechnet und als Spanne angegeben, nicht als exakter Wert. Wer sie als Größenordnung liest, liegt richtig.

Die Nachbefragung: aus Beratung wird Umsetzung

Der spannendste Teil der Auswertung: Was ist aus den Empfehlungen geworden? Dafür wurden die beratenen Haushalte telefonisch nachbefragt, Maßnahme für Maßnahme. Einige Ergebnisse:

  • Kellerdecke dämmen: Von 90 nachbefragten Empfehlungen waren 16 bereits umgesetzt und 16 weitere fest geplant. Mehr als jeder dritte Haushalt ist also ins Handeln gekommen.
  • Heizungsrohre dämmen: 4 von 10 nachbefragten Haushalten hatten die Empfehlung schon umgesetzt, die höchste Quote aller Maßnahmen.
  • Heizkurve einstellen: 8 von 25 nachbefragten Haushalten hatten die Einstellung bereits machen lassen.
  • Türen und Dachbodenluke abdichten: Auch hier fanden sich in jeder Gruppe Haushalte, die umgesetzt oder fest geplant hatten.

Bei jeder einzelnen Maßnahme gab es Haushalte, die aus der Empfehlung etwas gemacht haben. Genau dieser Schritt vom Bericht zur umgesetzten Maßnahme ist der Zweck der Kampagne, und er ist jetzt belegt.

Was in den Häusern gefunden wurde

Bei den 500 Beratungen wurde je Haus geprüft, welche einfachen Maßnahmen technisch möglich und sinnvoll sind. So oft wurde jede Maßnahme empfohlen:

  • Dämmung der Kellerdecke65 %
  • Dämmung der obersten Geschossdecke35 %
  • Abdichten von Keller- und Wohnungstüren28 %
  • Einblasdämmung möglich26 %
  • Dämmung der Dachbodenluke20 %
  • Digitale Thermostate16 %
  • Einstellung der Heizkurve13 %
  • Austausch der Heizungspumpe9 %
  • Dämmung der Heizungsrohre2 %

Anteil der Beratungen, in denen die Maßnahme als technisch umsetzbar und sinnvoll festgehalten wurde. Quelle: Abschlussbericht der Kampagne. Dass Kellerdecken vorn liegen und Heizungsrohre selten fehlen, zeigt übrigens: Vieles ist in Paderborner Kellern schon gedämmt.

Wer beraten wurde

85 %waren selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer, dazu rund 10 % Vermietende und rund 6 % Mietende. Alle Anteile sind gerundet.

74 %der beratenen Haushalte heizten mit Gas. Genau dort setzt der neue Wärmepumpen-Check an.

68 %der Beratungen fanden in Einfamilienhäusern statt, 28 % in Mehrfamilienhäusern

Auch die Altersspanne war breit: Von den Baujahren 1980 bis 1989 der Jüngeren bis zu Jahrgängen vor 1940 war jede Generation vertreten. Energiesparen ist in Paderborn kein Nischenthema.

Was Runde 2 daraus macht

  • Der Wärmepumpen-Check wird fester Bestandteil. Drei von vier beratenen Haushalten heizten mit Gas. Deshalb beantwortet Runde 2 in jedem Termin die Frage, ob eine Wärmepumpe passt.
  • Vermietende werden ausdrücklich eingeladen. Die Auswertung zeigte: Gerade in Vierteln mit viel zweischaligem Mauerwerk wohnen viele zur Miete. Über die Eigentümerseite kommt die Dämmung trotzdem ins Haus.
  • Die Maßnahmen mit den besten Umsetzungsquoten stehen jetzt vorn. Was sich in der Nachbefragung bewährt hat, finden Sie ausführlich unter Spartipps.
  • Beraten wird weiter nach fester Checkliste, denn die systematische Erfassung hat die wissenschaftliche Auswertung überhaupt erst möglich gemacht.

Quellen

Damit Sie das nachprüfen können, hier die Herkunft jeder Zahl. Alle Werte sind gerundet.

  • Öffentlich nachprüfbar: die 500 Beratungen, die eingesparte Energie und die eingesparte Menge CO₂. Sie stehen in der Evaluationspräsentation, die am 27. August 2025 im Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität der Stadt Paderborn öffentlich vorgestellt wurde. Die Präsentation liegt im Ratsinformationssystem der Stadt: Evaluationspräsentation als PDF (öffnet das Ratsinformationssystem der Stadt Paderborn). Auf Seite 11 stehen 325.410,11 kWh im Jahr und 71.406 Kilogramm CO₂ im Jahr, jeweils mit der Streuung der Berechnung. Die Sitzungsunterlagen dazu finden Sie hier: Vorgang im Ratsinformationssystem (öffnet das Ratsinformationssystem der Stadt Paderborn).
  • Aus dem Abschlussbericht der Kampagne: die Aufteilung der Haushalte nach Eigentum und Heizung, die Gebäudetypen und die Anteile der empfohlenen Maßnahmen. Diesen Bericht hat WERK.E im Auftrag der Stadt Paderborn erstellt. Er ist bisher nicht veröffentlicht, wir können ihn deshalb hier nicht verlinken. Wenn Sie ihn einsehen möchten, wenden Sie sich an das Amt für Umweltschutz und Grünflächen der Stadt Paderborn.
  • Die Auswertung dahinter entstand 2024 in einer Masterarbeit am Fachgebiet Elektrische Energietechnik der Universität Paderborn. Sie hat die 500 Beratungen ausgewertet und die Haushalte nachbefragt. Sie ist eine studentische Abschlussarbeit und liegt nicht öffentlich vor.

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